Vor einiger Zeit habe ich mir darüber Gedanken gemacht, wie ich das hier auf dem Blog, der ja seit der Eröffnung im Dornröschenschlaf liegt, machen möchte.
Selber führen oder abgeben, was will ich zeigen, hab ich dafür auch noch Zeit und Muße?!
Und zu guter Letzt die Frage aller Fragen: liest das denn überhaupt jemand???

Denn ganz ehrlich, es gibt ja schon unzählige Blogs. Aber ich persönlich lese darin sehr sehr gerne und lasse mich inspirieren oder einfach für eine Weile in die kreative Welt und das Leben anderer Mädels entführen.
Und die Posts sind zumeist kürzer als irgendein Kapitel in einem Buch. *lach*
Wo wir wieder beim Thema Zeit wären.

Aber mal ehrlich! Zeit haben wir ja alle gleich viel. 24h am Tag. Und es ist lediglich eine Verteilung der Prioritäten, wie man dies 24h nutzt.

Nun gut! Vor einigen Tagen hat dann die liebe Claudia aka FrauLiebstes aufgerufen, sich für ein neues Probenähteam ihrer ki-ba-doo Schnittmuster zu bewerben. Und ohne zu überlegen, ob das zeitlich drin ist (soviel zum Thema Prioritäten), hab ich Claudia angeschrieben und mich quasi beworben.

Und tadaa: Ich bin dabei!!!

Die Frage was ich Euch auf dem Blog zeigen kann ist sozusagen vorerst beantwortet.
Es werden sich sicherlich zu den Posts über das Probenähen auch weitere Themen gesellen.



Aber nun zu meinem ersten Beitrag für ki-ba-doo

Es geht um das Basic Raglan-Wickelkleid+Shirt, welches es seit 2 Tagen neu bei ki-ba-doo als Ebook und bald auch als Papierschnittmuster gibt.


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Genäht habe ich mir ein Kleid mit Trompetenärmeln in Wickeloptik aus dem traumhaften Viskosejersey Darlington mit
Spitzenmuster. Das Einfassband am Ausschnitt aus schwarzem Jersey habe ich nicht nach Schnittteil zugeschnitten, sondern
einfach einen 5 cm langen Streifen leicht gedehnt entlang des Ausschnittes angenäht und von rechts knappkantig abgesteppt.
Einen Grund gibt es dafür nicht unbedingt. Ich mache das nur immer so, weil ich dann irgendwie besser im Gefühl habe, wie stark
ich dehnen muss, damit der Ausschnitt nicht wellig und labbrig wird, sonder schön anliegt. Das hängt ja sehr stark vom Material
ab und mit meiner Variante gehe ich da einfach auf Nummer sicher. Für Anfänger ist das Schnittteil aber ein tolles Hilfsmittel, da
der Streifen ja definitiv kürzer sein sollte als die Ausschnittkante, denn man braucht ja ein wenig Spannung, damit der Ausschnitt
später nicht absteht.

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Das Bindeband an den Ärmeln ist nicht im Schnittmuster vorgesehen. Aber ganz easy peasy genäht.

Ich habe dafür je zwei ca. 5 cm breite und 50 cm lange Jerseystreifen beim rechts auf rechts zusammen nähen der Ärmel mit
gefasst. Die Streifen habe ich im Fadenlauf geschnitten, damit sich beim Einrollen die rechte Stoffseite nach außen rollt.

Die Bänder kann man natürlich auch dünner und filigraner zuschneiden, aber in meinem Fall wollte ich zu dem eleganten
Spitzenstoff einen Stilbruch schaffen und habe die Bänder daher breiter und somit derber gestaltet. Passend zu den Bikerboots.


Das Kleid hab ich mir für unseren 13. Hochzeitstag genäht. Dann werde ich dazu allerdings Highheels oder schicke Stiefeletten

tragen. Da soll es dann ja ein wenig feierlicher aussehen.

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Passend zum Kleid habe ich mir noch eine einlagige Basic Beanie nach ki-ba-doo genäht.
Da ich die Fakewickelvariante des Kleides genäht und quasi das Schnittteil für das linke Vorderteil kurz unterhalb dem Ausschnitt
gekürzt habe, war noch ausreichend Stoff für eine schnelle Beanie übrig.

Untenrum habe ich die Mütze nur ratzfatz mit der Overlock versäubert. So ungefüttert ist die Mütze nun ideal
für hoffentlich bald nicht mehr ganz so eisig kalte Tage wie bei meinem Fotoshootings. Brrrr......

Denn vorher hatten wir auch schon meine Tunika Variante fotografiert und zum Schluss war ich echt durchgefroren.


Genäht habe ich die Tunika in der Wickelvariante mit Bindeband. Das Bindeband ist hier auf dem Bild noch etwas zu lange.
Das wurde aber im Schnitt noch geändert. Der Jersey Little Darling mit den wunderhübschen Vögelchen versprüht doch trotz
Schnee im Hintergrund schon einen Hauch von Frühling. Und der rauchblaue Jersey passt farblich auch wirklich perfekt dazu.

Die außergewöhnliche Schnittführung der Raglanärmel bei diesem Schnitt kommt durch zwei verschiedene Stoffe besonders
schön zur Geltung. Der Abnäher im Ärmel sorgt für einen super Sitz im Schulterbereich.


So und nun reihe ich mich zum ersten Mal bei RUMS ein und bin gespannt auf Eure Basic Raglan-Wickelkleider+Shirts.


Liebe Grüße,

Valentina


Schnitt: Basic Raglan-Wickelkleid+Shirt von ki-ba-doo in Gr. 34

Stoffe: aus meinem shop.valiebt.de